Ich bin dann mal in Giengen
Das “Jakobswegle” in Giengen: Der neue “Pilgerweg en miniature” lädt zu Wanderlust und mehr ein.
Einmal auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela: Immer mehr Deutsche erfüllen sich diesen Traum und gehen auf spirituelle Wanderschaft quer durch Europa. Aber nicht jeder hat genug Zeit oder Kondition für die lange Route – und für Familien mit Kindern heißt es meist warten, bis der Nachwuchs flügge ist. Wie sich das ersehnte Ziel trotzdem erreichen lässt, zeigt ein Urlaub in Giengen an der Brenz.
Pilgerweg en miniature: das Jakobswegle
Seit über hundert Jahren ist die schmucke Kleinstadt am Fuß der Schwäbischen Alb (mehr unter www.giengen.de) als Wiege der berühmten Steiff-Teddys bekannt. Pilgern war sie schon viel früher ein Begriff: Einer der wichtigen historisch belegten Jakobswege führt seit Jahrhunderten durch Giengen. Über Ulm, Konstanz, die Schweiz, Frankreich und Spanien geht’s von hier aus zum Zielort. Dabei sind noch rund 2.500 Kilometer zu bewältigen – es sei denn, man wählt die kürzere Alternative: das “Jakobswegle”. Am Kargberg im Ortsteil Hürben angelegt, wo der große Jakobsweg direkt an Giengen vorbeiführt, lädt der neue “Pilgerweg en miniature” zu Wanderlust und mehr ein. Das Jakobswegle stellt nicht nur die Strecke von Giengen nach Santiago de Compostela im Maßstab 1:1.000 auf 2,5 Kilometern dar. Anfang und Ende des insgesamt 4,2 Kilometer langen Rundwegs werden auch durch eine 1,7 km lange Wegstrecke abgerundet, die auf dem Original-Jakobsweg liegt und über den heiligen Jakobus sowie die Geschichte des Jakobswegs informiert. Da zudem vier Ruheplätze Gelegenheit zu Besinnung und Meditation bieten, begegnen die Wanderer hier jahrhundertealter Geschichte, Traditionen und spirituellen Erfahrungen.
Faszination Höhle
Wer Ungewöhnliches entdecken will, sollte sich Giengen-Hürben noch einmal im Urlaubsplaner vormerken, oder gleich zweimal. Denn ein Tag “HöhlenErlebnisWelt mit Charlottenhöhle” ist fast zu wenig für die faszinierenden Zeitreisen, die hier auf große und kleine Besucher warten. Beim Rundgang durch die Tropfsteinhöhle – mit 587 Metern eine der längsten begehbaren Schauhöhlen Süddeutschlands – erlebt man ein wahres Wunderwerk der Natur und erfährt Interessantes über die Entstehung der hiesigen Karstlandschaft. Spannende Begegnungen mit deren frühen Bewohnern warten im “HöhlenHaus” und im “HöhlenSchauLand”: zum Beispiel mit Sauriern, dem mächtigen eiszeitlichen Höhlenbär, Neandertalern und den Anfängen menschlicher Kultur und Kunst vor über 35.000 Jahren. Höhepunkt ist die Erlebnisausstellung “Faszination Höhle.Mensch.Natur” gegenüber dem HöhlenHaus, die mit modernsten Ausstellungstechniken und verblüffenden Inszenierungen zu Entdeckungsreisen durch die Erdgeschichte einlädt. Da alle Ausstellungen zu spielerischem Lernen anregen wollen, ist Anfassen der Exponate hier übrigens überall erlaubt. Im Abenteuerareal können die Kleinen sogar selbst Steinzeit spielen.
Teddybär-Rallye
Zurück in die Gegenwart geht’s bei Streifzügen durch die Altstadt von Giengen und Besuchen im weltbekannten Steiff Museum. Eine Hauptrolle spielen die Plüschfreunde mit Knopf im Ohr auch bei einem Sommerereignis, das die Herzen von Bären- und Motorsportfans höher schlagen lässt: Bei der Teddybär-Rallye (15. bis 16. August 2009) schmücken sie als Rallye-Wahrzeichen die Autos und fahren mit ihren Teams in die Giengener Zielgerade ein.