Thema der “Reden zwischen Himmel und Erde” am 23.10. in Andechs

(openPR) – Am Donnerstag, den 23. Oktober 2008 diskutieren um 19.00 Uhr in der Alten Bibliothek des Klosters Andechs zum Thema „Überforderter Staat – gefährdete Demokratie?” Barbara Stamm, Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags, Professor Sigmund Gottlieb, Chefredakteur des Bayerischen Fernsehens, und Prof. Dr. Carsten Reinemann, Inhaber des Lehrstuhls für politische Kommunikation an der Ludwig Maximilians Universität München.Das Gespräch moderieren Dr. Friedemann Greiner, Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing, und Dr. Johannes Eckert, Abt der Benediktinerabtei Sankt Bonifaz in München und Andechs. Der Eintritt ist frei.

Politiker stehen besonders in diesen Tagen vor der extremen Herausforderung, für immer komplexere Sachverhalte in immer kürzerer Zeit möglichst nachhaltig wirkende Entscheidungen zu fällen; diese dann in den Medien möglichst knapp und klar zu kommunizieren, um wiederum als glaubwürdig, kompetent und entscheidungsfreudig wahrgenommen zu werden.

In dieser gefährlichen Gemengelage von Unterscheidungs-, Entscheidungs- und Zeitdruck sind Politiker auf “Experten” angewiesen. Häufig sind diese Experten aber auch wiederum Lobbyisten für eine “pressure-group”.
Da bleiben Fragen nicht aus: Können Politiker in einer hoch differenzierten pluralen Gesellschaft das leisten, was von ihnen erwartet wird? In der bislang wahlkampfgeprägten und pauschal geführten Diskussion um Parteienverdruss, Politikerschelte und Demokratieverdrossenheit wollen die Reden zwischen Himmel und Erde nach der Landtagswahl tiefer schürfen.

Folgende Fragen sind mittel- und langfristig zu debattieren: Wie ist die Tendenz zur scheinbar selbst gewählten Entmündigung des Bürgers, wie sind Redensarten wie „Darum müsste sich der Staat kümmern …“ zu bewerten? Welchen Zusammenhang gibt es zwischen konstant hohen Erwartungen an den Staat und einer konstant hohen steigenden Steuer- und Abgabenlast? Wie kann die Demokratie als bestmögliche Form des Gemeinwesens unter den Vorzeichen von Pluralisierung, Globalisierung und Ökonomisierung vermittelbar bleiben?

Das gemeinsame Abendforum des Klosters Andechs und der Evangelischen Akademie Tutzing, diesmal in der Alten Bibliothek des Klosters Andechs, stellt sich dieser Debatte und heißt alle am Thema Interessierten herzlich willkommen. Das Abendforum ist Teil der „Reden zwischen Himmel und Erde“, einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe von Kloster Andechs und Evangelischer Akademie Tutzing. Sie laden zwei Mal im Jahr hochkarätige Gesprächspartner zur Diskussion über aktuellen Themen aus Kirche und Gesellschaft ein.

Die nächsten Reden zwischen Himmel und Erde finden am 26. 03. 2009, 19 h in der Rotunde der Evangelischen Akademie Tutzing statt.

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Andechs ist der älteste Wallfahrtsort in Bayern. Der Reliquienschatz, den die Grafen von Andechs – Meranien auf der Burg über dem Ammersee verwahrt haben, ist seit 1128 Ziel unzähliger Wallfahrer. Seit der Gründung des Benediktinerklosters 1455 durch den Wittelsbacher Herzog Albrecht III. betreuen die Mönche des Heiligen Benedikt die Wallfahrt.

Die Rokoko-Wallfahrtskirche auf dem „Heiligen Berg Bayerns“ (so genannt seit 1423) und die Gastronomie des Klosters ziehen jährlich eine Million Besucher an.

Seit über 150 Jahren gehört das Kloster Andechs zur Benediktinerabtei Sankt Bonifaz in München. Die Mönche des Klosters sind in der Wallfahrts- und der Pfarrseelsorge sowie in den Wirtschaftsbetrieben tätig. Die Mönche leben nach der Regel des Heiligen Benedikt, die gerne auf die Kurzformel “ora et labora – bete und arbeite” gebracht wird.

Das Kloster Andechs dient der Abtei in München als Wirtschaftsgut. Mit den Erträgen finanziert das Kloster sein seelsorgliches, caritatives und kulturelles Engagement in München und Andechs.

Kloster Andechs steht für die enge Verbindung benediktinischer Gastfreundschaft, barocker Kultur und bayerischer Lebensart. Diese Symbiose ist zum Markenzeichen des Klosters geworden. “Genuß für Leib & Seele” – als kurz gefasster Leitsatz, unter dem das Kloster und seine Wirtschaftsbetriebe arbeiten – steht für die innere Ausrichtung des Heiligen Berges, allen Besuchern als Gastgeber im umfassenden Sinne zu begegnen.



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