Iphofen

Wallfahrtskirche zum Heiligen Blut (zum Heiligen Grab):

Der Ursprung der Iphöfer Wallfahrtsgeschichte geht auf ein
angebliches Hostienmirakel, das die reale Gegenwart Christi im Sakrament
bezeugen sollte, zurück.

Auf Grund des längst widerlegten Hostienfrevels entwickelte
sich die Kapelle zum Hl. Grab im Iphöfer Gräbenviertel zum Wallfahrtsziel.
Ein Dominikanerpater berichtete in einer Schrift aus dem
ausgehenden 13. bzw. beginnenden 14. Jahrhundert über drei vergrabene Hostien
in einem verlassenen Iphöfer Judenhaus mit dem Hinweis auf den historisch
fassbaren Rindfleisch-Pogrom von 1298.
An der Stelle der vergrabenen Hostien sei die Kapelle zum
Hl. Grab errichtet worden, die 1329 erstmalig urkundlich erwähnt wird.
1605-1615 wurden Teile der Blutskirche ausgebessert,
erweitert und erhöht.
1682 wurde die Empore vergrößert, um Platz für die immer
größer werdende Zahl der Wallfahrer zu schaffen.
Das Gnadenbild wurde zum viel besuchten Zentrum der
Wallfahrtskirche.
Es zeigt ein Bildnis Christi mit denen 5 hl. Wunden und
steht auf dem Hl. Grab aus dem 17. Jahrhundert an der heutigen Nordwand der
Seitenkapelle.
1714 fertigte der Dettelbacher Meister Andreas Mayer eine
neue Gesimsdecke mit einer der hl. Hostien an.



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